Chronik der Realschule Schöningen Unser Schulgebäude existiert schon seit 1866 und war damals Volksschule.1922 wurde sie zur Mittelschule
in Schöningen. Bis zum heutigen Tag gingen hier viele Schülergenerationen zur Schule, die von zahlreichen Lehrkräften unterrichtet wurden. In dieser Kurzfassung wollen wir Ihnen einen kurzen Einblick in die Chronik der Realschule geben.
Das Jahr 1922 Am 01.04.1922 wurde die
Mittelschule Schöningen gegründet. Damals wurden 60 Schüler und Schülerinnen in die 5. Klasse aufgenommen. Die Schule bestand nur aus dem “Roten Schulgebäude” Ecke Schulstraße/Schützenbahn. Das
Lehrerkollegium kam aus den übrigen Bürgerschulen. Als Rektor war der Stadtschulrat Paul Wagner eingesetzt. Auch Schulgeld musste gezahlt werden. Bis 1930 waren es 36 Reichsmark und ab 1930 waren es dann
schon 84 Reichsmark. Die Jahre 1928-1945 im Überblick Im Jahr 1928 wurde Robert Keck Rektor. 1930 wurde Schreibmaschinenschreiben zum Pflichtfach der Schule. Das erste eigene Schulfest fand 1931 statt. Zu dieser
Zeit war Dr. Wilhelm Keunecke der Rektor. Er wurde 1933 von den Nationalsozialisten entlassen. Darauf folgten Otto Künne (von 1933 - 35) und Robert Rademacher (von 1935 - 43). Am 01.07.38 wurde die Schule
zur selbständigen Mittelschule. Die selbständige Leitung und Verwaltung ist seit dem 01.04.39 ausgeführt worden. Ein neuer Rektor (Hermann Siemann) war von 1943 - 45 tätig. Der zweite Weltkrieg ging auch an
der Schule nicht ohne Folgen vorbei. 1942 gab es eine Umwandlung der Mittelschule mit 6 Jahrgängen in eine Hauptschule mit 4 Jahrgängen und man verlangte kein Schulgeld mehr. Ab dem 01.07.1943 gab es keinen
geregelten Unterricht. Das Jahr 1945
Ab 08.02.1945 betrug die Schülerzahl 437. Im März 1945 wurde die Schule durch den Anmarsch der alliierten Truppen
geschlossen. Es gab auch Plünderungen und Zerstörungen der Schule und der Einrichtung durch Besatzungstruppen und Einheimische. Am 01.11.1945 gab es einen Neubeginn mit dem neuen Rektor Karl Rose und einer
Schülerzahl von 234, drei Lehrerinnen und einem Unterricht von 3Tagen pro Woche im Wechselunterricht der Klassen.
Die Zeit der Schule zwischen 1946 bis 1963 Am 01.04.1946 wurde die alte Mittelschule wieder hergestellt. Die Schülerzahl stieg an auf 320
Schülerrinnen und Schüler .In dieser Zeit gab es 13 Klassen, die von nur 9 Lehren und Lehrerinnen unterrichtet wurden. Die Klassenräume waren teilweise dreifach belegt. Wegen zu wenig
Heizmaterial wurde die Schule vom 06.12.46 bis zum 01.03.47 geschlossen. In der Folgezeit stellte die Stadt Mittel für Reparaturen und Lehrmittel zur Verfügung.1947 gab es eine große Feier zum
25jährigen Bestehen der Schule auch an diesem Tag fand die Gründung des Elternvereins statt. Am 01.04.52 kam Otto Müller aus Helmstedt, um die Rektorenstelle zu besetzen. Die erste Klassenfahrt
dieser Schule ging im Jahre 1952 mit 56 Schülern der 10.Klassen nach Bonn. Zum 30jährigen Bestehen der Schule wurde am 27.06.53 ein Sommerfest gemacht. An der Feier in dem Schöninger
Schloss nahmen 900 Zuschauer teil. Im September desselben Jahres machten 45 Schüler mit dem damaligen Rektor Müller und 3 weiteren Lehrern eine Studienfahrt nach Tirol. 1954
plagten die Schule Raumnöte, die 514 Schüler wurden in 14 Klassen und 9 weiteren Räumen untergebracht (Unterricht auch im Lehrerzimmer, in Baracken im Wallgarten, 2 Klassen gleichzeitig
im Zeichensaal, an Pulten, die für die 16- jährigen Schüler viel zu klein waren) Mädchen und Jungen werden zum Ersten Mal gemeinsam unterrichtet (die Koedukation wird eingeführt). 1955
machten alle Klassen eine Große Ausstellung mit dem Thema "Ostdeutsche Heimat", außerdem wurde ein Steingarten im Schöninger Stadtpark gestaltet und im Jugendwaldheim Zorge
wurde ein Waldeinsatz getätigt.
1956/57 hatte die Schule 457 Schüler, die Klassen 6 bis 8 waren unterteilt in mathematische und
naturwissenschaftliche Klassen. Die Schule spendete in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz 80 Kisten mit Alltagsgegenständen für die Flüchtlinge aus Ungarn. Es herrschte immer noch
Raumnot in der Schule, wozu die Wohnungsnot der Lehrer kam. 1957-61 Schüler der Mittelschule halfen bei Anpflanzungen im neu geschaffenen Naturschutzgebiet
Wallgarten mit. In den Jahren1957 und 1958 hatten die Schüler in 6 verschiedenen Gebäuden der Stadt Unterricht. Außerdem fand im Jahre 1958 eine Ausstellung von Schülerarbeiten aus den
Handarbeits- und Werkstunden statt. 1959 fand ein häufiger Lehrerwechsel an der Schule statt. 1960 wurde wieder ein Waldeinsatz getätigt. Es fand auch ein Architektenwettbewerb für die
Gestaltung der ehemaligen Mädchenschule statt. In den Jahren 1960 bis 1961 wurden die Arbeiten im Wallgarten beendet. Am Montag den 27. März 1961 7.00 Uhr wurde vom damaligen "Roten
Gebäude" in die ehemalige Mädchenschule (Wallstraße/Schützenbahn) umgezogen. 1962/63 wurde eine Hilfsaktion für die Opfer der Flutkatastrophe in Hamburg gestartet und die
Mineralogische Sammlung des verstorbenen, aber der Schule immer verbundenen Bürgers, Ferdinand Sachse der Schule übergeben. 1962 wurde der Musikraum neu gestaltet. Am 29.März 1963
wurde der damalige Direktor Otto Müller verabschiedet. Die ersten Wahlen zur Schülermitverwaltung fanden statt.
1965 die Mittelschule wird Realschule 1965
wurde der damalige Name ,,Mittelschule" auf ,,Realschule" geändert. In den Jahren 1966/1967 wurde der neue Anbau an die Schule bezogen. In den neu geschaffenen Räumen des
Kellergeschosses wurden ein großer- und ein kleiner Werkraum, ein Materialraum und ein Brennofen zur Beheizung der Schule eingerichtet. In den Räumen des Parterres wurden ein
Hauswirtschaftsraum, eine Schülerbücherei, ein Fotolabor und ein Zeichensaal geschaffen. Die erste Etage beherbergte einen Textilraum, Verwaltungsräume und die Lehrertoiletten. Die zweite Etage
bildeten die Naturwissenschaftlichen Räume. Die Schüler bekamen neue Toiletten und einen Fahrradstand (diese befanden sich an der Salzstraße). Die zwei Schulhöfe wurden planiert und mit
einer Asphaltdecke versehen. Die baulichen Maßnahmen beendete der Umbau der Sporthalle an der Weinbergstraße. Die Realschule wurde durch Stahlrohrmöbel sowie Dämmplatten,
Verdunklungsvorhänge aber auch Kunststofffußböden, Schiebeklapptafeln und Schreibmaschinen modernisiert. 1972
hatten wir eine 50 jähriges bestehen unserer Schule. Das große Schulfest stand unter dem Motto: "Realschule Schöningen 1922-1972". Ein Jahr später hatten die 10. Klassen keine Abschlussfeier.
In den Jahren 1976-1977 ging die Schulträgerschaft von der Stadt Schöningen auf den Landkreis über. Außerdem fand in diesem Jahr die erste Einschulung der siebten Klassen statt. Wir bekamen
einen neuen Chemieraum. Raum 9 wurde zu einem Sprachlabor mit Tonbandgeräten umgebaut. 1979 starb der damalige Rektor unserer Schule Herr Günter Bork. Frau Ilse Lindemann übernahm
die kommissarische Schulleitung
Im Jahre 1980 bekamen wir mit Günter Rademacher einen neuen Schulleiter . Das Jahr 1981
stand ganz im Zeichen der beruflichen Zukunft der Schüler. So wurde das Fach Arbeitslehre ein- und das erste Betriebspraktikum durchgeführt. Im Mai hatten wir ein Schulfest. 1982
nahm die Schule gemeinsam mit anderen Schulen an dem Festzug zur Feier der 650 Jahre Stadtrechte Schöningens teil. Unser Lehrer Herr Langer wurde pensioniert. Im Jahre 1983
zeigten die Informatikgruppen Herrn Hampel und Herrn Rademacher anlässlich der Tagung des Kultusministeriums mit dem Thema "Einsatz von Computern in der Schule" einen
Querschnitt aus dem Unterricht. Außerdem feierten wir ein Schulfest und nahmen am Kreisschulfest in Helmstedt. Die Schülerin Silke Thorwarth war im Jahre 1984 auf dem 6.Niedersächsischen
Schülerwettbewerb mit dem Thema "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn- der Donauraum" angetreten. Im Jahre 1985
fand eine Lesung der Kinderbuchautorin Irina Korschunow aus ihrem Werk "Die Sache mit Christoph". Außerdem fand im Rahmen des Katastrophenschutzes für den Landkreis
Helmstedt ein Feueralarm mit Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst statt. Ein zweites Schulfest feierten wir dann auch noch.
In den Jahren 1985 und 1986 wuchs die Jugendmannschaft Hallenhandball WK3 zu einer Spitzenmannschaft heran und belegte nach dem Gewinn des Titels "Niedersachsenmeister" den
dritten Platz beim Finale im Bundeswettbewerb der Schulen im Projekt “Jugend trainiert für Olympia”. 1988 hatten wir vom 10.- 15.10.1988 unsere erste Projektwoche. 1989
wurden wir Sieger beim Planspiel Börse der Sparkassenorganisation. Außerdem pflegen wir seit der Grenzöffnung Kontakt zu zwei Schulen der ehemaligen DDR in Oschersleben. Dieser
Kontakt ist im Laufe der leider wieder eingeschlafenJetzt sind wir dabei, die vergangenen 17 Jahre aufzuarbeiten. Wir bitten um Geduld und V
erständnis. |